• Festspiel- und Kongresshaus Bregenz - Symphonieorchester Vorarlberg/ Foto: Anja Kohler

Festspiel- und Kongresshaus

Bregenz (AT)

Festspiele und multidimensionale Nutzungen

Das Festspielhaus Bregenz, wurde im Jahr 1980 errichtet und entwickelte sich bald zu einer Spielstätte mit internationaler Ausstrahlung und Renommee. Neben dem Festspielbetrieb verwandelte es den Standort Bregenz in ein anerkanntes Ausstellungs- und Kongresszentrum. Bereits 1991 war das Festspielhaus in seiner ursprünglichen Form allerdings an seine Grenzen gestoßen, sodass eine Erweiterung und auch die Sanierung vorhandener Infrastruktur notwendig wurden. Aus finanziellen Gründen musste die Baumaßnahme in zwei Bauabschnitte untergliedert werden. Der 1. Bauabschnitt inkl. des Wettbewerbes erfolgte von 1992 bis 1997 mit dem Neubau der Werkstattbühne, des Seestudios, des Seefoyers und des Verwaltungstraktes. Der 2. Bauabschnitt begann mit der Planung im Jahr 2002 und wurde bis zum Festspielbeginn 2006 abgeschlossen. In diesem Bauabschnitt wurden der Zuschauerraum, die Bühnenbeleuchtungsanlage, die Inspizientenanlage, die Beschallungsanlage sowie die gesamte Haustechnik erneuert.

Da die Prospektzüge für den Festspielbetrieb sowohl per Hand als auch elektromechanisch bedienbar sein sollten, war hier eine besondere technische Lösung gefragt. Zudem musste die Umstellung von Handzugbetrieb auf elektromechanischen Betrieb einerseits einem hohen flexiblen Einsatz und anderseits dem vorhandenen Budget gerecht werden. Um diesen verschiedenen Anforderungen zu erfüllen, entwickelte BWKI spezielle Antriebseinheiten, die in der Unterbühne vor den Gegengewichtsbahnen auf Schienen verfahrbar angeordnet wurden. Dafür wurde die gesamte Maschinenverlagerungskonstruktion innerhalb der festen Stahlkonstruktion der Bühne integriert. Die als sogenannte „Weiße Wanne“ ausgebildete Sohle der Unterbühne durfte dabei auf keinen Fall beschädigt werden. Für den Kongressbetrieb wurde zusätzlich pro Meter Bühnentiefe ein elektromechanischer Prospektzug vorgesehen, der an jeder beliebigen Stelle des Schnürbodens positioniert werden kann.
 

Planungsaufgaben

  • Verstärkung des Stahlbaus Bühnenebene
  • Erneuerung Belagsträger, Gitterroste Schnürboden
  • Bühnen-Obermaschinerie mit 15 versetzbaren Prospektzugwinden, 16 Bandpunktzügen, 4 Kettenzügen, 1 Schallvorhangzug, 2 Schmuckvorhangzügen inkl. Vorhangzuganlage
  • Rechnersteuerung Ober- und Untermaschinerie SIL 3
  • Sanierung 62 Handkonterzüge
  • Sanierung 6 Orchesterpodien
  • Sanierung zwei Hubtore, Eiserner Vorhang, Rauchabzüge inkl. Steuerung
  • Doppellagiger Bühnenboden (1000 kg/m2 Nutzlast)
  • Variable Konzertzimmerdekoration
  • Bühneneffektbeleuchtung, allgemeine Bühnenbeleuchtung Großer Saal mit digitalem Nebenpult, 376 regelbare und 63 schaltbare Stromkreise, zentralem Ethernet-DMX-Netzwerk, speicherprogrammierbarer Steuerung
  • Bühneneffektbeleuchtung Seebühne mit digitalen Nebenpult, 150 regelbare Stromkreise, zentrales Ethernet-DMX-Netzwerk, speicherprogrammierbarer Steuerung
  • Inspizientenanlage für Großen Saal und Seebühne mit einem festen und zwei mobilen Inspizientenpulten, Ablaufsteuerung, Lichtzeichenanlage, Mithöranlage, 100 V-Verstärkeranlage, Bildübertragungsanlage, Integration und Erweiterung der bestehenden Intercom-Anlage
     

Projektdaten

Sanierung und Neubau

Nutzung:
Konzerte, Oper, Tagungen, Konferenzen, Ausstellungen, Gastspiele
Fassungsvermögen:
Komplex mit 7 Veranstaltungsstätten inkl. Seebühne,
Grosser Saal 1000 Sitzplätze
Bühnengrundfläche:
598 m2
Fertigstellung:
2006
Bauherr:
Landeshauptstadt Bregenz
Architektur:
Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Bregenz

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